Wie stabilisiert SAP Supply Chain Management die Rolle- & Format-Produktion?
Papier-, Verpackungs- und Holzfertigung lebt von durchgängigen Linien. Stillstände sind teuer, Formatwechsel aufwändig, Rohstoffqualität schwankend. Ein Lieferverzug beim Zellstoff, eine unerwartete Feuchtigkeitsabweichung im Rohstoff oder ein kurzfristiger Formatwechsel durch einen Kundenauftrag – all das wirkt sich sofort auf Ausbringung, Ausschuss und Liefertreue aus.
Wer Planung, Rohstoffverfügbarkeit und Liniensteuerung nicht integriert denkt, steuert im Blindflug. Entscheidungen werden reaktiv getroffen, oft zu spät und oft mit unnötigem Materialverlust.
Stabilitätsthema: Lieferfähigkeit sichern
- Das reale Problem
Eine Rolle Zellstoff kommt mit abweichender Qualität an – Feuchtigkeitsgehalt außerhalb der Toleranz, Faserqualität nicht spezifikationskonform. Die Linie läuft, aber der Output wird nicht die geforderte Qualität erreichen. Welche Aufträge sind betroffen? Gibt es Ausweichmaterial? Welche Formate lassen sich mit dem verfügbaren Material noch wirtschaftlich fahren? Und was passiert mit den gebundenen Lieferterminen? Ohne integrierte Sicht auf Materialdaten, Auftragsstruktur, Linienauslastung und Qualitätswirkung werden diese Fragen in Einzelgesprächen und Excel-Listen beantwortet – unter Zeitdruck, mit hoher Fehlerwahrscheinlichkeit und oft erst dann, wenn Ausschuss oder Terminrisiken bereits sichtbar werden. - Das Szenario
→ Frühzeitige Erfassung der Qualitätsabweichung und Abgleich mit laufenden und geplanten Aufträgen
→ Simulation der Auswirkungen auf Produktionsqualität, Ausschussquote und Liefertermine
→ Prüfung alternativer Rohstoffchargen, Materialeinsätze oder Prioritäten in der Produktionsplanung
→ Transparente Handlungsempfehlung: Umplanung, Substitution, Formatanpassung oder abgestimmte Kundenkommunikation - Messbare Wirkung
✓ Reduzierter Ausschuss durch frühere Reaktion auf Qualitätsabweichungen
✓ Höhere Termintreue durch proaktive Auftragssteuerung statt reaktiver Korrektur
✓ Weniger ungeplante Stillstände durch vorausschauende Rohstoffsteuerung
Stabilitätsthema: Operative Engpässe beherrschen
- Das reale Problem
Jeder Formatwechsel kostet Zeit und Material. In Märkten mit wachsender Variantenvielfalt und kleineren Losgrößen werden Umstellungen häufiger – und die Rüstzeitverluste summieren sich. Oft fehlt die integrierte Sicht darauf, welche Reihenfolge von Aufträgen die geringsten Rüstverluste erzeugt und gleichzeitig Liefertermine einhält.
Produktionsplanung und Liniensteuerung arbeiten dabei häufig auf unterschiedlichen Informationsständen. Das Ergebnis sind suboptimale Sequenzen, höherer Materialabfall an den Formatgrenzen und vermeidbare Kapazitätsverluste. - Das Szenario
→ Automatische Sequenzoptimierung der Auftragsreihenfolge nach Rüstlogik, Lieferterminen und Materialverfügbarkeit
→ Integrierter Abgleich zwischen Planungsreihenfolge und tatsächlicher Linienauslastung
→ Bewertung, welche Auftragskombination Rüstzeit, Verschnitt und Terminrisiko gleichzeitig minimiert
→ Echtzeit-Rückmeldung aus der Linie fließt direkt in die nächste Planungsiteration ein - Messbare Wirkung
✓ Reduzierte Rüstverluste durch optimierte Auftragssequenzen
✓ Weniger Materialverlust an Formatübergängen
✓ Höhere effektive Ausbringung bei gleichem Maschineneinsatz
Stabilitätsthema: Nachfragevolatilität ausbalancieren
- Das reale Problem
Ein Großkunde benötigt kurzfristig ein Sonderformat in hoher Menge. Die Linie ist durchgeplant, Material ist für andere Aufträge reserviert und ein Einschub würde die laufende Sequenz durcheinanderbringen. Folgetermine geraten unter Druck – aber den Kunden abzuweisen ist keine realistische Option.
In integrierten Systemen ist das kein Bauchgefühl mehr, sondern eine Simulationsaufgabe: Welche Szenarien sind machbar? Was kostet der Einschub in Rüstzeit, Material und Terminwirkung? Welche Alternative ist wirtschaftlich vertretbar? - Das Szenario
→ Sofortige Simulation des Sonderformats in der bestehenden Produktionssequenz
→ Transparenz über betroffene Folgeaufträge, Materialreservierungen und Terminrisiken
→ Szenariovergleich: Einschub, alternative Reihenfolge, Teillieferung oder alternativer Kundenliefertermin
→ Entscheidungsvorlage für Vertrieb und Produktionsleitung – nachvollziehbar, schnell und wirtschaftlich bewertbar - Messbare Wirkung
✓ Kontrollierte Reaktion auf Sonderanfragen statt Ad-hoc-Eingriff
✓ Stabilere Linienauslastung trotz kurzfristiger Nachfrageänderungen
✓ Geringerer Materialverlust durch geplante statt erzwungene Formatwechsel
Was sind die Bausteine stabiler Rolle- & Format-Fertigung?
Stabile Rolle- & Format-Fertigung entsteht nicht durch ein einzelnes System. Sie entsteht dann, wenn Planung, Rohstoffsteuerung, Linienrealität und Formatlogik auf derselben Grundlage zusammenwirken. Auf Basis der SAP Business Suite, operationalisiert durch T.CON, werden Risiken früher sichtbar, Alternativen belastbarer bewertet und Entscheidungen wirksam in den laufenden Betrieb zurückgeführt. Genau darin liegt das Kampagnenversprechen: Produktionsstabilität durch Integration, gemeinsame Datenbasis und KI-gestützte Entscheidungsfähigkeit.
- SAP IBP
Integrierte Planung, Simulation und Priorisierung - SAP DM / MES CAT PUBLIC
Liniennahe Steuerung, Rückkopplung und operative Synchronisation - TRIM SUITE
Formatoptimierung, Schneidplanung und Materialausbeute in Rolle-&-Format-Umgebungen - SMART IOT
KI gestützte Analyse von Maschinendaten, Zuständen und Mustern für schnellere Reaktion im laufenden Betrieb - SAP Business Transformation Management
Strukturierter Einstieg zur Aufnahme, Bewertung und Priorisierung relevanter Handlungsfelder