Warum Cloud-first im MES erst mit Modularität wirkt
Von Datensilos zu Workflowpalästen
In vielen Werken hängt die Digitalisierung an ganz profanen Dingen: Eine Schicht startet, doch Rückmeldungen kommen verspätet – und bei der Übergabe geht mehr verloren, als man denkt: Informationen werden am Ende der Schicht oft nur mündlich weitergegeben, ohne dass Störungen, Entscheidungen oder offene Punkte sauber im System dokumentiert sind. Die Planung reagiert auf „gefühlte“ Bestände, die Logistik führt ihre Listen separat. Nur zwei Beispiele dafür, dass Daten da sind – aber verteilt, unterschiedlich gepflegt und selten so verknüpft, dass daraus ein sauberer Ablauf entsteht. Das Ergebnis sind Datensilos und Workarounds. Und Workarounds sind teuer. Das Problem ist dabei selten die Datenmenge, sondern die Zahl der Übergabepunkte. Mit jedem zusätzlichen System wächst die Integrationslogik – und damit die Wahrscheinlichkeit, dass Informationen zu spät, in anderer Semantik oder widersprüchlich ankommen.