Und eine IT-Landschaft, die diese Komplexität nicht ausbremst, sondern strukturiert und im besten Fall aktiv Mehrwert schafft: durch schnellere Prozesse, bessere Datenverfügbarkeit und die Fähigkeit, Veränderungen im Projektgeschäft überhaupt erst steuerbar zu machen.

Mit dem Wechsel von SAP R/3 zu SAP Cloud ERP Private hat das international tätige Maschinenbauunternehmen Strama - mit Hauptsitz im bayerischen Straubing - den Grundstein für eben diese zukunftsfähige Systemlandschaft gelegt. 

Wenn Systeme zum Engpass werden

Die Ausgangslage war typisch – und zugleich kritisch:
Ein über Jahre gewachsenes SAP R/3-System, stark individualisiert, tief in die Prozesse integriert. Genau das, was Stabilität schafft – aber Veränderung auch erschwert.
 

Ein Weiterbetrieb: langfristig weder wirtschaftlich noch strategisch sinnvoll. Das Support-Ende von SAP ECC rückt näher, Innovationen verlagern sich konsequent in Richtung Cloud und bestehende Systeme stoßen technologisch an ihre Grenzen.

Doch wie gelingt dieser Schritt, wenn täglich mehrere hundert Anwender aus unterschiedlichen Bereichen im System arbeiten?

Die Antwort: kein radikaler Neustart, sondern ein kontrollierten Übergang

Für Strama bedeutete das, die Transformation so aufzusetzen, dass das Tagesgeschäft jederzeit stabil weiterlaufen kann. Kein Experiment, kein Risiko auf Kosten der Produktion – sondern ein klar strukturiertes Vorgehen mit definierten Leitplanken.

Früh im Projekt fiel dafür die Grundsatzentscheidung, mit RISE with SAP in die Private Cloud zu gehen. Ein bewusst gewählter Mittelweg: keine On-Premises-Strukturen, die perspektivisch ausbremsen – und keine Public Cloud, die zu wenig Spielraum lässt. Stattdessen eine Plattform, die technologische Zukunftsfähigkeit mit der nötigen Kontrolle über bestehende Prozesse verbindet.
 

Umsetzung unter realen Bedingungen

Die eigentliche Herausforderung begann mit der Umsetzung. Im Fokus: die technische und organisatorische Komplexität. Zahlreiche Schnittstellen zu angebundenen Systemen, parallele Tests, Abstimmungen über mehrere Bereiche hinweg – und alles innerhalb enger Zeitfenster.

Gerade die Schnittstellen erwiesen sich als kritischer Faktor im Projektverlauf und machten Anpassungen im Zeitplan notwendig.
Zusätzlich kam kurz vor dem Go-live eine unerwartete Wendung:
Die geplante Systemkonstellation musste angepasst werden. HCM wurde kurzfristig vom restlichen System getrennt – eine Entscheidung unter Zeitdruck, die zusätzliche Geschwindigkeit und enge Abstimmung erforderte.
 

Was das Projekt getragen hat

In solchen Phasen zeigt sich, ob ein Projekt trägt. Bei Strama war es das Zusammenspiel der Teams. Insgesamt arbeiteten 26 Personen am Projekt – fünf von T.CON, 21 auf Kundenseite. T.CON und Strama agierten dabei nicht nebeneinander, sondern als ein gemeinsames Projektteam – von der Analyse über die Umsetzung bis in die Tests.
 

  • Valentin Kainz

    "Mit T.CON haben wir den richtigen Partner für dieses fordernde Projekt gefunden. Erfahrung, Nähe und ein engagiertes Team haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir diesen Schritt erfolgreich gehen konnten."

    Valentin Kainz, Head of IT & Digitization bei Strama

Auch aus Projektsicht bestätigt sich dieses Bild. T.CON-Projektleiter Paul Schmidt betont: „Gerade in kritischen Phasen zeigt sich, wie wichtig ein eingespieltes Team ist. Die enge Abstimmung mit Strama hat es ermöglicht, auch kurzfristige Herausforderungen schnell und strukturiert zu lösen.“
Die zentrale Erkenntnis aus dem Projekt: Abstimmung ist kein Nebenschauplatz. Sie ist erfolgskritisch. „Die Abstimmung zwischen externem und internem Projektteam ist extrem wichtig und fundamental“, so Projektmanager Jürgen Probst. 
 

Das Ergebnis: Fundament steht

Die Conversion lief über das gesamte Jahr 2025 – vom Projektstart im Januar bis zum Go-live im Dezember. Ein anspruchsvoller Zeitraum, geprägt von technischer Komplexität und organisatorischen Herausforderungen. 
Das System läuft jetzt stabil – und spürbar performanter als zuvor. Gleichzeitig zeigt das Projekt ein realistisches Bild: Die eigentliche Transformation beginnt erst nach dem Go-live.
Für Valentin Kainz ist das der nächste logische Schritt: „Mit der neuen Systemlandschaft haben wir die Grundlage geschaffen, um unser SAP-System gezielt weiterzuentwickeln und für unsere Kollegen echten Mehrwert zu schaffen.“
 

Mit SAP Cloud ERP Private hat Strama die Basis geschaffen, um:

  • Prozesse gezielt weiterzuentwickeln
  • bestehendes Customizing schrittweise zu reduzieren
  • mit SAP Fiori eine moderne Nutzererfahrung einzuführen 
     

Kurz: die IT-Landschaft aktiv weiterzuentwickeln – statt sie nur zu betreiben.
 

Partnerschaft mit Perspektive

Für Strama ist das Projekt mehr als ein technischer Meilenstein. Es ist auch eine strategische Entscheidung für die zukünftige Zusammenarbeit. So übernimmt T.CON wieder die Rolle als zentrales Systemhaus und begleitet die Weiterentwicklung der SAP-Landschaft. Jürgen Probst: „Hätten wir nochmal ein solches Projekt, würden wir es wieder mit T.CON machen. Zudem haben wir uns dazu entschieden, dass T.CON wieder unser Systemhaus Nummer 1 wird.“ 

Über Strama:

Die Strama GmbH & Co. KG ist ein international tätiges Maschinenbauunternehmen mit Schwerpunkt auf Sondermaschinen und Automatisierungslösungen. Das Unternehmen entwickelt und realisiert kundenspezifische Anlagen für unterschiedliche Industrien und begleitet diese über den gesamten Lebenszyklus – von der Planung bis zum Betrieb.
Strama ist an mehreren Standorten in Deutschland und international vertreten.
 

Projekthighlights auf einen Blick:

  • Projektziel: Conversion von SAP R/3 zu SAP Cloud ERP Private
  • Zeitraum: Januar – Dezember 2025
  • Team: 26 Personen (5 T.CON, 21 Strama
  • Standorte: Deutschland & USA

Herausforderungen:

  • Komplexe Systemlandschaft mit vielen Schnittstellen
  • Enge Zeitfenster im laufenden Betrieb
  • Kurzfristige Systemanpassungen vor Go-live

Ergebnis:

  • Stabiles, deutlich performanteres System
  • Basis für weitere Optimierungen und SAP Fiori