Informationen liegen verteilt in SAP-Systemen, Excel-Dateien, Produktionssystemen, Lieferantenportalen, Energiemanagementlösungen oder externen Datenbanken. Für einen Bericht lassen sie sich mit viel Aufwand zusammentragen. Für echte Steuerung reicht das aber nicht. Genau hier entsteht der Bedarf nach einer Sustainability Data Foundation: einer belastbaren, wiederverwendbaren und nachvollziehbaren Datenbasis für Nachhaltigkeit.

Was ist eine Sustainability Data Foundation?

Sie verbindet Nachhaltigkeitskennzahlen mit den operativen Daten, aus denen sie entstehen: Einkauf, Produktion, Logistik, Finance, Controlling, Lieferkette und externe Faktoren. Der Schmerz ist in vielen Unternehmen ähnlich. ESG- und Nachhaltigkeitsverantwortliche müssen belastbare Zahlen liefern, haben aber oft keinen direkten Zugriff auf die relevanten Datenquellen. 

Finance und Controlling brauchen prüfbare Kennzahlen, sehen sich aber mit uneinheitlichen Definitionen und manuellen Abfragen konfrontiert. IT und Data-Teams sollen neue Reporting- und Analyseanforderungen ermöglichen, ohne weitere Datensilos aufzubauen. Und das Management erwartet Transparenz: Wo stehen wir? Welche Maßnahmen wirken? Welche Risiken entstehen in Lieferkette, Produktion oder Produktportfolio? 
 

T.CON, Sustainability Data Foundation

Das Datenfundament hinter dem Bericht

ESG-Reporting soll Klarheit in Nachhaltigkeitsdaten bringen und regulatorische Sicherheit mit Mehrwert für Finanzen, Reputation und Effizienz verbinden. Die SAP bietet hierfür einige Softwareprodukte wie z. B.  den Sustainability Control Tower (SCT) und den Footprint Manager, die beide Nachhaltigkeitsziele abbilden und IST-Daten zur Messung der Zielerreichung nutzen. Der nächste logische Schritt ist, diese Reporting- und Steuerungslogik auf ein stärkeres Datenfundament zu stellen. 

Denn CSRD, CO₂-Bilanzierung oder ESG-Kennzahlen sind keine isolierten Datenpunkte. Sie hängen mit Materialstämmen, Lieferanten, Energieverbräuchen, Produktionsaufträgen, Transportwegen, Kostenstellen, Produktkalkulationen und Finanzdaten zusammen. Werden diese Informationen jedes Jahr neu manuell gesammelt, entstehen Aufwand, Fehlerquellen und Unsicherheit. Werden sie dagegen sauber modelliert, harmonisiert und wiederverwendbar gemacht, entsteht aus Reporting eine echte Steuerungsbasis. 

Wie hilft die SAP Business Data Cloud bei Nachhaltigkeitsdaten?

Die Business Data Cloud (BDC) schafft die technologische Basis für steuerbare Nachhaltigkeit. Denn um Nachhaltigkeitsdaten steuerbar zu machen, reicht es nicht, sie an einer Stelle zu sammeln. Entscheidend ist, dass sie im richtigen fachlichen Zusammenhang nutzbar sind: Welche Emission gehört zu welchem Produkt? Welche Kennzahl zu welchem Werk, Lieferanten, Material oder Prozess? Welche Daten sind belastbar genug für Reporting, Planung oder Entscheidungen?  

Die SAP Business Data Cloud hilft Unternehmen, Nachhaltigkeitsdaten aus SAP- und Non-SAP-Systemen in einem gemeinsamen Geschäftskontext nutzbar zu machen. Für eine Sustainability Data Foundation verbindet sie Daten aus ERP, MES, Produktion, Einkauf, Energie, Finance und Lieferkette mit Semantik und Governance. So entstehen prüfbare Grundlagen für CSRD, CO₂-Analysen, Management-Cockpits und zukünftige KI-Szenarien. 

Für Sustainability bedeutet das: Daten werden erklärbar, prüfbar und für verschiedene Fachbereiche verwendbar – ohne dass jedes neue Reporting- oder Analyseziel wieder in einer eigenen Datenlogik endet. 

Ein Beispiel: Ein Unternehmen möchte CO₂-Emissionen nicht nur auf Unternehmensebene berichten, sondern produkt-, werk- oder materialgruppenspezifisch analysieren. Dafür reichen aggregierte Jahreswerte nicht aus. Benötigt werden Daten aus Einkauf, Produktion, Energieverbrauch, Lieferanteninformationen, Materialeinsatz und Kalkulation. Mit einer Sustainability Data Foundation lassen sich diese Datenquellen strukturiert verbinden. Die Fachbereiche arbeiten nicht länger mit unterschiedlichen Datenständen, sondern mit einer gemeinsamen Grundlage.

  • "Der Nutzen einer Sustainability Data Foundation endet nicht beim Reporting. CFOs und Controlling erhalten belastbare Zahlen für Planung und Investitionsentscheidungen. ESG- und Nachhaltigkeitsverantwortliche, Compliance, Umweltmanagement und Fachbereiche wie Einkauf, Supply Chain und Produktion können Kennzahlen nicht nur dokumentieren, sondern Fortschritte, Risiken und Maßnahmen besser bewerten. IT und Data-Teams vermeiden neue Silos und schaffen eine skalierbare Architektur. Besonders in produzierenden Unternehmen wird das relevant: Viele Daten liegen bereits vor – im ERP, MES, in Maschinen-, Energie- oder Lieferantendaten. Mit SAP Business Data Cloud lassen sich diese Datenwelten zusammenführen und für CSRD, CO₂-Analysen, Management-Cockpits und perspektivisch auch KI-Szenarien nutzbar machen."

    Christian Jung

    Sustainability Experte bei T.CON

Und über Compliance hinaus

Warum brauchen Unternehmen eine Sustainability Data Foundation?

Dabei ist die BDC grundsätzlich als strategische Lösung für eine effiziente Unternehmenssteuerung und Data & Analytics zu verstehen. Der eigentliche Mehrwert liegt deshalb nicht darin, ein weiteres Tool einzuführen. Der Mehrwert liegt darin, Nachhaltigkeitsdaten aus der Projektlogik herauszuholen. Weg von Excel-Sammlungen, Einmalabfragen und manueller Nacharbeit. Hin zu einer belastbaren SAP-nahen Datenbasis, die Reporting, Steuerung und zukünftige KI-Anwendungen unterstützt. 

T.CON kann Unternehmen genau an dieser Schnittstelle begleiten: mit SAP-Expertise, Prozessverständnis und Erfahrung in Produktion, Finance, Datenarchitektur und Sustainability. So entsteht aus regulatorischem Druck ein strukturierter Einstieg in datenbasierte Nachhaltigkeitssteuerung. 

Mit einer Sustainability Data Foundation auf Basis der SAP Business Data Cloud schaffen Unternehmen eine vernetzte, mit Business Context versehene Datenplattform und zudem die Grundlage für miteinander vernetzte Daten, um Nachhaltigkeitsdaten nicht nur zu berichten, sondern operativ zu nutzen – prüfbar, skalierbar und anschlussfähig für die nächsten Anforderungen.

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